Bei Google ganz vorne stehen
Emil, Montag, 4. Oktober 2010, 11:53
Abgelegt unter: Marketing, SEO, Suchmaschinen | Tags: , , , , ,

Wer wie ich häufig in solchen Foren unterwegs ist, in denen sich Shopbetreiber und deren Dienstleister aufhalten, wird die immer wiederkehrende Frage kennen: “Wie schaffe ich es bei Google weiter nach vorne zu kommen?” Meist hat da jemand vor kurzem einen Online-Shop eröffnet, bei der Vorbereitung irgendwo gelesen, dass Suchmaschinen von selbst vorbeikommen und dabei den Shop in die Suchergebnisse aufnehmen, und wartet nun darauf, dass etwas gekauft wird. Meist finden sich dann solche Shops irgendwo auf einem dreistelligen Platz innerhalb der Suchergebnisse, wenn es um die wichtigsten Keywords geht.

Im Netz finden sich viele Anleitungen, was man tun kann, teils brauchbar, teils unbrauchbar, manchmal leicht und manchmal auch nur schwer zu verstehen. Wie wäre es da mit einer Anleitung, die vom Marktführer selbst geschrieben und veröffentlicht wurde? Zuerst kommt einem bei dieser Frage die Aussage in den Sinn, dass Google, wie auch andere Suchmaschinen, nichts von den Geheimnissen preis gibt, nach welchen Kriterien die Suchergebnisse sortiert werden. Das stimmt auch soweit, aber nur, wenn es darum geht, wie stark sich jedes einzelne der berücksichtigten Kriterien auswirkt. Welche Eigenschaften überhaupt Anwendung finden, veröffentlicht Google sehr wohl. Und daher gibt es auch einen solchen Leitfaden, er findet sich unter in dieser Pdf-Datei.

Er richtet sich vor allem an Einsteiger. Eigentlich war der Text nur für den internen Gebrauch der Google-Mitarbeiter bestimmt, doch als man erkannte, dass er auch Seitenbetreibern von Nutzen sein kann, entschloss man sich zur Veröffentlichung. Natürlich schafft man es auch hiermit nicht, von jetzt auf gleich innerhalb der Suchergebnisse von einem Platz ganz weit hinten an die Spitze zu schießen. Aber zum Einstieg ist er doch sehr hilfreich, da er einmal gebündelt aufzeigt, auf was man bei der Suchmaschinenoptimierung für eine Seite überhaupt zu achten hat. Und da er von einem Suchmaschinenbetreiber stammt, ist er auch glaubhaft. Wer die in diesem Leitfaden genannten Kriterien geflissentlich beachtet, hat das Wichtigste für seine Seite schon getan. Dann geht es an den Teil für Fortgeschrittene, der dann endlich wirklich zu Kunden und Einnahmen führen wird.

Viele hilfreiche Tipps zur Suchmaschinen-Optimierung und zu allem, was sonst noch getan werden kann und muss, findet sich auch hier: www.webseiten-emil.de/uebersicht_webseiten_vermarktung.html . Nun sollte aber wirklich den ersten Erfolgen nichts mehr im Wege stehen.



Die Hommingberger Gepardenforelle
Emil, Sonntag, 7. Februar 2010, 10:49
Abgelegt unter: SEO, Suchmaschinen | Tags: , , ,

Eine Hommingberger Gepardenforelle gibt es nicht. Das Wortpaar wurde im Rahmen eines SEO-Wettbewerbs im Jahre 2005 vom der Zeitschrift c’t erfunden. Ziel war es eine Webseite aufzubauen, die an einem Stichtag bei einer Googlesuche nach diesem Begriffspaar am besten positioniert ist. Bei Wikipedia lässt sich Näheres zu diesem Wettbewerb nachlesen. Seitdem hat es viele solche Wettbewerbe gegeben, bei denen immer das Ziel war innerhalb einer bestimmten Zeitspanne eine Webseite gut in den Suchmaschinenergebnissen zu positionieren, wenn nach den festgelegten Suchbegriffen gesucht wird.

Solche Wettbewerbe liefern eine Vielzahl an Informationen über die Mechanismen, welche von Suchmaschinen verwendet werden, um die Reihenfolge der Suchergebnisse festzulegen. Bei dem Wettbewerb mit der Hommingberger Gepardenforelle waren ausdrücklich legitime aber auch von den Suchmaschinenbetreibern unerwünschte Methoden erlaubt. So kann auch festgestellt werden, ob und wie die Verwendung solcher unerwünschter SEO-Methoden bestraft wird. Nach der Auswertung zeigte sich, dass insbesondere die Titelzeile, der Inhalt, der Name der Domain sowie die Zahl der auf die jeweilige Seite zeigenden Links (Backlinks) entscheidend war. Hinzu kämen noch das Alter der Domain und andere Kriterien, aber diese Aspekte ließen sich in der Kürze der Zeit dieses Wettbewerbs nicht auswerten.

Für Neulinge im Bereich der Suchmaschinenoptimierung stellen solche Wettbewerbe eine interessante Möglichkeit dar, einmal selbst zu erleben, wie selbst Kleinigkeiten manchmal die Positionierung einer bestimmten Seite beeinflussen können. Wird eine Seite oder ein Blog nur für diesen Wettbewerb erstellt, kann selbst mit riskanten Methoden getestet werden, ob sie etwas bringen. Denn selbst wenn diese Seite dann einmal von der Suchmaschine abgestraft werden sollte, ist dadurch kein wirtschaftlicher Verlust entstanden. Lediglich der Wettbewerb kann dann kaum noch gewonnen werden. Denn mit der eigenen Shopseite lässt sich dieses Risiko nicht eingehen. Eventuelle Zurückstufungen durch die Suchmaschinen lassen sich nur mit erheblichem Arbeits- und Zeitaufwand wieder rückgängig zu machen.

Darum rate ich allen Neulingen bei der Suchmaschinenoptimierung mindestens einmal an einem solchen Wettbewerb teilzunehmen. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich dann gewinnbringend bei der eigenen Seite unterbringen. Suchen Sie darum doch bei der Suchmaschine Ihrer Wahl einmal nach dem Begriff SEO-Wettbewerb oder fragen Sie interessierte Freunde oder Kollegen, ob sie mitmachen möchten. Es lohnt sich.



Personalisierte Suchergebnisse bei Google
Emil, Montag, 4. Januar 2010, 22:22
Abgelegt unter: SEO, Suchmaschinen | Tags: ,

Seit dem 5. Dezember 2009 zeigt die Suchmaschine Google in der Standardeinstellung personalisierte Suchergebnisse an. Seitdem werden die Suchergebnisse nicht mehr auf jedem Computer oder bei jedem Nutzer in der gleichen Reihenfolge angezeigt. Klickt ein Nutzer häufig auf eines der Ergebnisse, wird es in der Liste weiter oben angezeigt. Auch schon vor dem genannten Termin gab es diese Ergebnisdarstellung, allerdings nur für die Suchen, die durchgeführt wurden, wenn man in seinem Google-Konto eingeloggt war.

Möglich ist dies durch ein Cookie, das Google auf dem Rechner des Nutzers setzt. Dieses enthält eine eindeutige Kennung, mit welcher der Rechner zugeordnet werden kann. Alle zu dieser Kennung durchgeführten Suchen, werden dann auf dem Google-Server in einer Datenbank festgehalten. Bei einer erneuten Suche werden nun diese Datenbankeinträge ausgewertet und daraus das personalisierte Suchergebnis ermittelt.

Daraus ergibt sich auch die erste Möglichkeit, diese Art der Suchergebnisdarstellung zu verhindern – man verbietet seinem Browser einfach das Speichern von Cookies. Leider ist diese Einstellung sehr unpraktisch, da viele Seiten Cookies, verwenden, zum Beispiel beim Einloggen. Nun könnte man eine Einstellung wählen, bei der man bei jedem Versuch ein Cookie zu setzen gefragt wird, aber auch dies ist bei der Vielzahl der Cookies, die heute von den verschiedenen Webseiten gesetzt werden, leider ebenfalls nicht praktikabel.

Aber auch Google selbst bietet eine Möglichkeit, die Personalisierung abzuschalten. Dazu muss auf der Ergebnisseite der Punkt ‚ ‘Webprotokoll‘ gewählt werden, und man kann die entsprechende Einstellung ändern.

Der Anwender bemerkt auf den ersten Blick keinen Unterschied zur bisherigen Darstellung. Mittelfristig erhält er sogar den Eindruck, dass sich die Qualität der gezeigten Ergebnisse verbessert. Denn das was von ihm häufig gewählt wurde, das was ihm also gefällt oder Nutzen bringt, steigt in der Ergebnisliste. Und wenn er sich häufiger Shopping-Seiten statt Pressemeldungen angesehen hat, wird er künftig auch weniger Presseseiten unter den gut positionierten Ergebnissen finden.

Schwierigkeiten tauchen allenfalls auf, wenn beispielsweise zwei Nutzer telefonieren und dabei einer der beiden sagt „Schau mal bei Google, mit dem Suchbegriff xyz, das dritte Ergebnis …“, denn fortan ist es durchaus möglich, dass beide eine andere Reihenfolge in den Ergebnisse sehen.

Für die Suchmaschinenoptimierung ergeben sich aber weit größere Schwierigkeiten durch diese Änderung. Zwar lässt sich diese Art der Sortierung auf dem eigenen Rechner abschalten, aber es ist davon auszugehen, dass die Mehrheit der Nutzer dieses Feature nicht abschalten wird, ja sogar zu einem großen Teil nicht einmal darüber Bescheid weiß.

Wenn allerdings der Optimierer oder Shop-Betreiber aus Bequemlichkeit diese Einstellung beibehält, sich in der Folge von den vermeintlich guten Positionierungen blenden lässt, darf sich nicht über ausbleibende Verkäufe bei anderen beschweren. Leider ist aber auch zu vermuten, dass schwarze Schafe unter den Optimierern, sich die Google-Neuerung zu Nutzen machen werden. Sie bauen darauf, dass die Betreiber von Shops oder ähnlichen Seiten, diese selbst häufig in Google suchen werden, um zu sehen, wie hoch diese inzwischen in den Ergebnissen gestiegen ist. Das dies allein durch das häufige Aufrufen geschieht und nicht durch die Arbeit des Optimierers, werden diese Scharlatane dann natürlich tunlichst verschweigen.

Der ehrliche Suchmaschinenoptimierer wird solche Mittel nicht anwenden. Er hat auf seinem Rechner die personalisierte Suche abgeschaltet und erhält so objektive Ergebnisse. Seinem Kunden, der die eigene Seite womöglich besser positioniert sieht, wird er dies erklären und auf die tatsächliche Positionierung hinweisen. Die eigentliche Arbeit bleibt dadurch gleich, es gilt möglichst viel und guten Inhalt auf die Seiten zu bringen, für eine ordentliche interne Verlinkung zu erzeugen und für Backlinks zu sorgen.

Zuletzt gibt es noch die künftige Veränderung bei den (nicht personalisierten) Suchergebnissen zu betrachten. Einerseits führt die Änderung dazu, dass Seiten, die jetzt oben stehen, noch schwerer von dort zu verdrängen sind. Denn wer auf der ersten Seiten und dazu noch recht weit oben steht, wird naturgemäß auch häufiger angeklickt.

Andererseits wird sich aber nun zeigen, aus welchen Bereichen überhaupt Ergebnisse gewünscht werden. Dazu hat Google schon ab etwa Juni 2009 die Sortierung der Top-Ergebnisse geändert. Aufgeführt wurden seitdem Ergebnisse aus allen Bereichen, z.B. Presse, Blogs, Filme, Shops, Privates, usw.. Was nun davon wenig gewählt wird, wird dann also künftig schlechter positioniert werden. Tatsächliche Auswirkungen oder neue Anforderungen an die Suchmaschinen-Optimierung werden sich aber frühestens in etwa einem halbem Jahr erkennen lassen.