RadioEins – Ego statt Marketing?
Emil, Donnerstag, 29. September 2011, 11:26
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Der in Berlin und Brandenburg empfangbare Radiosender RadioEins hat seit einigen Monaten in Robert Skuppin einen neuen Programmchef. Er löst den bisherigen Verantwortlichen Florian Barckhausen ab, der seit 2005 im Amt war. Auch seinerzeit war Skuppin schon für diese Position im Gespräch.

Kaum in Amt nimmt Skuppin weitreichende Änderungen am Programm des zum rbb gehörenden Senders vor. Nun ist es nicht verwunderlich, dass ein Neuer auch gleich zu Beginn einige eigene Duftmarken setzen will, und häufig gibt es auch größere Ideen, die der oder die Neue mitbringt und die dann Stück für Stück beraten und umgesetzt werden.

Eine der wichtigsten Regeln im Marketing besagt aber, dass man ein erfolgreiches Produkt – und ein solches ist RadioEins ohne Zweifel – nur dann noch erfolgreicher machen kann, wenn man Änderungen sehr behutsam vornimmt. Wer zu deutlich Veränderungen vornimmt, riskiert, dass die bisherige Klientel irritiert abwandert – ohne dass eine nennenswerte Zahl an neuen Kunden (hier Zuhörern) hinzukommt. Doch Skuppin möchte gleich alles auf einmal.

Mehr als ein Dutzend beliebte Programmrubriken werden gestrichen, größtenteils ohne Ersatz. Die Sendungen erhalten neue Namen und eine neue Zeitstruktur, so beginnt der Werbe- und Nachrichtenblock jetzt noch fünf Minuten früher. Manche Moderatoren gibt es nicht mehr, dafür kommen dann neue. Jingles und Musikbett unter Wetter und Verkehr wurden durch einen herzlosen Techniksound ersetzt. Die Ankündigung eigener Veranstaltungen erfolgt nicht mehr spritzig durch die Moderatoren Finger und Oswald, sondern scheint jetzt an eine Agentur gegeben worden zu sein, die aalglatte Werbespots abliefert, die gut zu einem Privatsender für hornbebrillte Hipster passen würde. Die oft lustigen Telefonate mit Zuhörern bei diversen Programmfeatures scheinen auf ein Minimum beschränkt worden zu sein.

Was bleibt ist die wahrlich gute Musik und die Stimme der Moderatoren, die aber meist auf nur noch einen Programmpunkt mit realem Inhalt per halber Stunde begrenzt wurde. Der Rest sind nur noch lapidare Ansagen und Ankündigungen, was es denn in der nächsten halben Stunde so gibt. Zu befürchten ist, dass sich auch die Musik noch ändern wird. Zuerst könnte man die langen Musikstücke verbannen oder auf ein “radiotaugliches” Format zusammenstutzen, dann das Korsett inhaltlich enger ziehen und schließlich die Musikrichtung ganz langsam in eine gewünschte Richtung verändern. Und dann? Dann ist vom bisherigen RadioEins überhaupt nichts mehr übrig.

Doch warum geschieht dies? Natürlich ist es jedem unbenommen, sein Produkt zu ändern wie und wann er will. Doch macht man dies – wie oben beschrieben – langsam und ohne die Kunden (Zuhörer) zu erschrecken. Was hier geschieht, ist nur Eigensinn. Auch ein öffentlich-rechtlicher Radiosender sollte nach Möglichkeit wirtschaftlich arbeiten. Wenn hier schon nach so kurzer Zeit vom neuen Programmchef so gravierende Änderungen vorgenommen werden, kann man annehmen, dass da noch andere Gründe vorliegen. Fühlte sich Skuppin 2005 übergangen, als er schon einmal als Programmchef im Gespräch war? Und will er darum jetzt alle Spuren seines von ihm womöglich ungeliebten Vorgängers möglichst gründlich beseitigen? Wenn dem so wäre, würde er sich und dem Sender einen Bärendienst erweisen. Denn wenn durch seine Änderungen die Zuhörer zu anderen Sendern wechseln (bei Facebook schreiben nicht wenige so etwas), wird das dem neuen Programmchef angerechnet werden. Bleibt zu hoffen, dass der Sender mit dem berühmten blauen Auge davon kommt und es Skuppin mit den Änderungen bisher bewenden lässt. Vielleicht hat er sogar den Mut, einige Schritte auch wieder rückwärts zu gehen, indem zum Beispiel den Jingles, Einspielern und den Sendungen wieder mehr Leben eingehaucht wird. Hier wäre ein solcher Rückwärtsschritt ganz sicher ein besseres Marketinginstrument als die Topfdeckelfrisur-Schere, die Skuppin bisher in der Hand hatte. Auffällig auch, dass es weder von RadioEins noch von Skuppin bisher eine Stellungnahme zu der zahlreichen Kritik gibt.



Stöckelnde Shop-Betreiber
Emil, Samstag, 24. September 2011, 10:44
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Was hat ein pubertierendes Mädchen mit Zahnspange, das ihre Stöckelschuhe stolz wie eine Große spazieren trägt, mit dem CEO, CTO oder anderen Würdenträgern eines Startups gemeinsam? Beiden sieht und merkt man an, dass sie in ihrem Dasein noch nicht allzu viel Erfahrung haben sammeln können, und beide versuchen dies durch Äußerlichkeiten zu überdecken.

Während bei dem Mädchen jedoch augenscheinlich ist, was da nicht zusammenpasst, sagt uns beim Shop nur unser Unterbewusstsein, dass hier Schein und Wirklichkeit manchmal zwei verschiedene Welten sind. Da ist also ein neu gegründetes Unternehmen, von dessen Existenz wir soeben auf der achten Ergebnisseite unserer Suchmaschine erfahren haben, und dieses Unternehmen beschäftigt Personal, dessen Titulierungen eines weltweit agierenden Konzerns würdig wären.

Doch wie sieht die Wirklichkeit in einem solchen Unternehmen aus. Entweder es handelt sich um einen sogenannten Wohnzimmerhändler, der allein arbeitet und sich je nach Situation selbst die unterschiedlichsten Titel gibt. Mal ist er der CEO mal Chief of dies und mal Chief of das. Oder es handelt sich um ein kleineres Startup, in dem beispielsweise vier Menschen arbeiten, von denen einer die Programmierung übernimmt, der zweite die Werbung, der dritte das kaufmännische und der vierte für Einkauf und Verkaufsabwicklung und Versand zuständig ist. Häufig werden bei solchen Startups dann die Titel so gewählt, so dass dann der Programmierer zum Head of Software Development oder der Pakete-Packer sich COO (Chief Operations Officer. Donnerstags kommt dann sicherlich die BCW (best cleaning woman).

Doch wie bei dem Mädchen, das mit ihren Stöckelschuhen erwachsen wirken will, funktioniert das auch mit diesen Bezeichnungen nicht. Eher sorgen diese für Verwirrung, weil eben der Beginner-Begriff Startup nicht so recht zu den hochtrabenden sonst gewählten Begrifflichkeiten passt. Zu gerne geht man mit der Startup-Bezeichnung hausieren, um sich selbst etwas den Flair von etwas Neuem zu geben. Doch dann sollte man diese Linie auch ganz durchziehen und nicht wieder durch Übertreibungen kaputt machen. Wer neu ist hat eben keinen Präsidenten in der Firma sondern einige wenige Fachleute, die häufig auch noch Mädchen für alles sein müssen. Das sollte sich auch in den Bezeichnungen widerspiegeln. Denn weniger ist häufig mehr.



Bei Google ganz vorne stehen
Emil, Montag, 4. Oktober 2010, 11:53
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Wer wie ich häufig in solchen Foren unterwegs ist, in denen sich Shopbetreiber und deren Dienstleister aufhalten, wird die immer wiederkehrende Frage kennen: “Wie schaffe ich es bei Google weiter nach vorne zu kommen?” Meist hat da jemand vor kurzem einen Online-Shop eröffnet, bei der Vorbereitung irgendwo gelesen, dass Suchmaschinen von selbst vorbeikommen und dabei den Shop in die Suchergebnisse aufnehmen, und wartet nun darauf, dass etwas gekauft wird. Meist finden sich dann solche Shops irgendwo auf einem dreistelligen Platz innerhalb der Suchergebnisse, wenn es um die wichtigsten Keywords geht.

Im Netz finden sich viele Anleitungen, was man tun kann, teils brauchbar, teils unbrauchbar, manchmal leicht und manchmal auch nur schwer zu verstehen. Wie wäre es da mit einer Anleitung, die vom Marktführer selbst geschrieben und veröffentlicht wurde? Zuerst kommt einem bei dieser Frage die Aussage in den Sinn, dass Google, wie auch andere Suchmaschinen, nichts von den Geheimnissen preis gibt, nach welchen Kriterien die Suchergebnisse sortiert werden. Das stimmt auch soweit, aber nur, wenn es darum geht, wie stark sich jedes einzelne der berücksichtigten Kriterien auswirkt. Welche Eigenschaften überhaupt Anwendung finden, veröffentlicht Google sehr wohl. Und daher gibt es auch einen solchen Leitfaden, er findet sich unter in dieser Pdf-Datei.

Er richtet sich vor allem an Einsteiger. Eigentlich war der Text nur für den internen Gebrauch der Google-Mitarbeiter bestimmt, doch als man erkannte, dass er auch Seitenbetreibern von Nutzen sein kann, entschloss man sich zur Veröffentlichung. Natürlich schafft man es auch hiermit nicht, von jetzt auf gleich innerhalb der Suchergebnisse von einem Platz ganz weit hinten an die Spitze zu schießen. Aber zum Einstieg ist er doch sehr hilfreich, da er einmal gebündelt aufzeigt, auf was man bei der Suchmaschinenoptimierung für eine Seite überhaupt zu achten hat. Und da er von einem Suchmaschinenbetreiber stammt, ist er auch glaubhaft. Wer die in diesem Leitfaden genannten Kriterien geflissentlich beachtet, hat das Wichtigste für seine Seite schon getan. Dann geht es an den Teil für Fortgeschrittene, der dann endlich wirklich zu Kunden und Einnahmen führen wird.

Viele hilfreiche Tipps zur Suchmaschinen-Optimierung und zu allem, was sonst noch getan werden kann und muss, findet sich auch hier: www.webseiten-emil.de/uebersicht_webseiten_vermarktung.html . Nun sollte aber wirklich den ersten Erfolgen nichts mehr im Wege stehen.



100 Beiträge
Emil, Dienstag, 4. Mai 2010, 19:39
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Das Glossar auf der Webseite wächst und wächst. Inzwischen sind es schon über 100 Beiträge, die man hier finden kann. Von ‘Ad Click Rate’ bis ‘Word Stemming’ werden zu den verschiedensten Begriffen rund um die Vermarktung von Webseiten kurze Erläuterungen gegeben.

Wie die steigenden Besucherzahlen zeigen, wird das Glossar recht viel in Anspruch genommen. Viele lesen dabei nicht nur einen Beitrag sondern blättern interessiert darin. Selbiges kann man auch vom Manual sagen, das in ausführlichen Texten viele Themen beleuchtet.

Keineswegs ist mit der magischen Zahl 100 nun ein Endpunkt erreicht. Es wird noch viele weitere neue Einträge geben, und sicher schon bald kann daher das nächste Jubiläum gefeiert werden.

Auch Sie können sich beteiligen, indem Sie Vorschläge machen. Wenn Sie eine bestimmte Erläuterung im Glossar vermissen, schreiben Sie einfach ein E-Mail, die Adresse finden Sie im Impressum.



Amprice GmbH ist insolvent
Emil, Freitag, 30. April 2010, 08:32
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Die amprice GmbH in Hannover hat nach eigenen Angaben am 26. Februar 2010 Insolvenz angemeldet. Dies ist der vorläufige Höhe- oder besser Tiefpunkt einer Abwärtsbewegung, die nun schon einige Zeit andauert.

Vor etwa zwei Jahren begann man damit, das Projekt amprice 2.0 bekannt zu machen. Man sprach von einer fabelhaften neuen Software, völlig neuen Möglichkeiten beim Shopping im Internet und wähnte, schon bald die Nummer zwei auf dem Auktionsmarkt zu sein. Mit BesteAuktion und Azubo in Deutschland sowie moulaha im arabischen Markt kaufte man Mitgliedsdaten und scheinbar neue Nutzergruppen hinzu.

Dies war jedoch von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Und leider scheitern auf diesem Weg recht viele, die versuchen, einen Shop auf die Erfolgsbahn zu bringen. Es genügt in keiner Phase, sich einfach die passenden Bausteine zusammen zu sammeln und dann darauf zu warten, dass dann der Erfolg quasi von selbst eintritt. Erfolgsrezepte aus dem BWL-Handbuch sind kein guter Berater, wenn es darum geht eine Webseite zu vermarkten. Vorleser nennt man etwas verächtlich die Leute, die einem diese Richtung aufdrängen möchten. Oder anders ausgedrückt: man nehme eine schöne Webseite, sowie etwas Geld, dann schreibe man ein paar Blog-Beiträge, um andere von der eigenen Kompetenz zu überzeugen, ist ein Rezept, das nicht funktioniert. Wenn es so einfach wäre, gäbe es jeden Tag Tausende neuer und automatisch erfolgreicher Internethändler.

Was hier fehlt war also nicht, wie im amprice-Blog genannt das Geld, sondern der eiserne Wille den wahren Weg zum Erfolg zu finden. Dieser Weg führt nun mal nicht über ausgetretene BWL-Pfade, sondern diesen Weg muss man mit Beharrlichkeit und dem zumindest zeitweisen Zurückstellen eigener Interessen selbst finden.

Es bleibt abzuwarten, ob und wie es mit es mit der Plattform weitergeht. Klar scheint jedenfalls, dass es ohne grundlegende Änderungen bei Leitung, Konzept sowie Durchführung wohl keine große Zukunft geben wird.



Fragen zu Webseitenerstellung, Internetmarketing, SEO und Co. erbeten
Emil, Dienstag, 26. Januar 2010, 14:54
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Dieser Blog gehört zu meiner Seite www.webseiten-emil.de und begleitet diese mit aktuellen Beiträgen. Die eigentliche Webseite entsteht gerade, und ich werde nachfolgend beschreiben, was ich dort plane.

Angesprochen werden alle Interessierten, die damit beginnen möchten oder gerade damit begonnen haben eine Webseite zu vermarkten, sei es mit einem Shop oder auf andere Weise. Ihnen soll ein ausführlicher Leitfaden an die Hand gegeben werden, in dem sie sich gründlich auf alles, was da kommen wird vorbereiten können. Neben diesem in Kapiteln aufgeteilten Kompendium wird es ein Glossar geben, in welchem Begriffe, die einem begegnen können, kurz erläutert werden. Angesprochen werden alle betroffenen Bereiche mit Ausnahme technischer Fragen zur Webseitenerstellung (PHP, Server, …). Außerdem werden rechtliche Fragen nur am Rande behandelt, da dieser Themenkomplex einem steten Wandel unterzogen ist und auch eine ordentliche rechtliche Beratung mir nicht möglich oder erlaubt ist.

Zu den behandelten Themen gehören also beispielsweise die Webseiten-Erstellung mit Planung, Arbeitsaufwand, Barrierefreiheit, Design, Prüfung, Pflege, usw. Bei der Webseiten-Vermarktung werden Formen der Offline- und Online-Werbung in all ihren kostenlosen und kostenpflichtigen Formen beschrieben, ebenso andere Formen der Vermarktung wie Suchmaschinenoptimierung oder auch Begriffe wie Corporate Identity, Zielgruppenorientierung und vieles mehr. Nach den bisher schon vorliegenden (noch nicht veröffentlichten) Manuskripten werden so wohl einige Hundert Druckseiten mit Informationen veröffentlicht und können kostenlos gelesen werden.

Die Seite soll stetig um weitere Beiträge und Informationen wachsen. Dieser Blog begleitet das Ganze dabei dann mit aktuellen Meldungen aus der Szene, wenn z.B. eine bekannte Suchmaschine ein neues Feature einführt oder kommentiert auch aktuelle Entwicklungen aus der Wert der kommerziellen Webseiten. Möglicherweise werden noch weitere Bereiche oder Werkzeuge zu der Seite hinzugefügt, aber dazu gibt es noch keine konkreten Planungen.

Welche Fragen haben Sie zu diesem Thema? Zu welchem Bereich möchten Sie eine verständliche Erläuterung oder einen Beitrag lesen? Wo kommen Sie in der Praxis nicht weiter oder welche Hindernisse sind Ihnen begegnet? Schreiben Sie mir bitte. Ich bin dankbar für jeden Tipp, Hinweis, für jede Frage, für positive und negative Kritik und jeden Hinweis auf Fehler, oder auch darauf, dass etwas schwer verständlich beschrieben ist. Welcher Begriff soll im Glossar erläutert werden? Was sollte es sonst noch auf der Webseite geben? Der Erfolg dieser Webseite lebt und profitiert von Ihrer Beteiligung, somit letztlich damit auch der kommerzielle Erfolg Ihres Projekts oder Shops. Gerne können Sie einen Kommentar zu diesem Beitrag hinterlassen oder auch persönlich über info at webseiten-emil punkt de mit mir Kontakt aufnehmen. Es ist kostenlos und unverbindlich und jeder Beitrag wird ernst genommen und gegebenenfalls auch beantwortet. Ich bedanke mich im voraus.