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Mittels Google Analytics lassen sich die Besuche einer Webseite auswerten. Dazu bindet der Seitenbetreiber ein Skript auf der Seite ein, das beim Aufruf der Seite ausgeführt wird. Mittels des Skripts werden die für eine Auswertung relevanten Angaben, z.B. die IP, an Google gesendet und dort ausgewertet. Der Seitenbetreiber kann sich dann die aufbereiten Daten zu seinen Besuchern auf einer speziellen Seite von Analytics anschauen.
Selbstverständlich wird auch schon der Aufruf der Startseite bzw. der Landing-Page dokumentiert und dabei die Daten des Besuchers erfasst. Doch vor dem Besuch einer Webseite kann ein Besucher nicht erkennen, ob auf dieser Seite Analytics eingesetzt wird oder nicht. Um also eine Dokumentation der Besucherdaten durch Analytics zu verhindern, müsste er also vor jedem Besuch einer ihm fremden Seite technisch verhindern, dass das Skript von Analytics gestartet werden kann. Dies könnte z.B. durch generelles Abschalten von JavaScript geschehen.
Das wäre jedoch äußerst unpraktisch, da somit auch alle anderen Features verunmöglicht werden, die JavaScript erfordern, wie beispielsweise die Lightbox zur vergrößerten Darstellung von Grafiken, oder die Autocomplete-Funktion in Sucheingabefeldern. Da dies für die Nutzer unzumutbar wäre, gab es immer mehr Kritik an Google-Analytics und einer fehlenden und praktikablen Möglichkeit, die möglicherweise ungewollte Datenerfassung durch einen externen Konzern (also Google) zu unterbinden. Insbesondere da Google ohnehin in der Kritik steht, wenn es um den Umgang mit Daten geht (siehe Street-View) und auch andere Firmen wie Facebook gerne Daten sammeln und dies dann zeitgemäßen Umgang mit der Privatsphäre nennen, mehrten sich die kritischen Stimmen.
Nun also hielt es Google für geboten, zu reagieren. Es wird nun ein Tool (Plugin) zur Verfügung gestellt, mit dem die Dokumentation der eigenen Besucherdaten auf von Analytics ausgewerteten Seiten verhindert wird. Noch ist das Tool in der Beta-Phase und leider unterstützt es nicht alle gängigen Browser, z.B. fehlt Opera. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung, wenn es um die Eindämmung des ungezügelten Umgangs mit Daten geht.
Für Shop-Betreiber wird sich aber nun einiges ändern. Es ist zu erwarten, dass der Link zu diesem Tool die Runde machen wird, auch dieser Blog trägt ja dazu bei. Mit wenigen Klicks ist das Plugin dann installiert. So wird wohl bald in bestimmten Verbrauchergruppen ein beträchtlicher Teil diese Analyse-Möglichkeit unterbunden haben, so dass eine verlässliche Aussage zur Besucherstruktur immer ungenauer werden wird.
Da es bei einem solchen Tool nur darum geht, die Weitergabe der Daten an externe Firmen zu verhindern, hier speziell an Google, sollte sich jeder Shopbetreiber darum kümmern, die Daten auch ohne eine solche Weitergabe zu analysieren. Dabei ist durchaus möglich, Daten mit der gleichen Aussagekraft wie die Google-Daten zu generieren, jedoch erfordert die Einrichtung solcher Werkzeuge einen wesentlich höheren Arbeitsaufwand. Doch jeder der den Online-Verkauf ernsthaft betreibt, weiß um die Wichtigkeit der Analyse-Daten. Man sollte sich also beizeiten darum kümmern, sich selbst die Analyse-Werkzeuge zu erstellen.
Link zum Tool: http://tools.google.com/dlpage/gaoptout
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