Google Analytics verliert Aussagekraft
Emil, Donnerstag, 27. Mai 2010, 11:31
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Mittels Google Analytics lassen sich die Besuche einer Webseite auswerten. Dazu bindet der Seitenbetreiber ein Skript auf der Seite ein, das beim Aufruf der Seite ausgeführt wird. Mittels des Skripts werden die für eine Auswertung relevanten Angaben, z.B. die IP, an Google gesendet und dort ausgewertet. Der Seitenbetreiber kann sich dann die aufbereiten Daten zu seinen Besuchern auf einer speziellen Seite von Analytics anschauen.

Selbstverständlich wird auch schon der Aufruf der Startseite bzw. der Landing-Page dokumentiert und dabei die Daten des Besuchers erfasst. Doch vor dem Besuch einer Webseite kann ein Besucher nicht erkennen, ob auf dieser Seite Analytics eingesetzt wird oder nicht. Um also eine Dokumentation der Besucherdaten durch Analytics zu verhindern, müsste er also vor jedem Besuch einer ihm fremden Seite technisch verhindern, dass das Skript von Analytics gestartet werden kann. Dies könnte z.B. durch generelles Abschalten von JavaScript geschehen.

Das wäre jedoch äußerst unpraktisch, da somit auch alle anderen Features verunmöglicht werden, die JavaScript erfordern, wie beispielsweise die Lightbox zur vergrößerten Darstellung von Grafiken, oder die Autocomplete-Funktion in Sucheingabefeldern. Da dies für die Nutzer unzumutbar wäre, gab es immer mehr Kritik an Google-Analytics und einer fehlenden und praktikablen Möglichkeit, die möglicherweise ungewollte Datenerfassung durch einen externen Konzern (also Google) zu unterbinden. Insbesondere da Google ohnehin in der Kritik steht, wenn es um den Umgang mit Daten geht (siehe Street-View) und auch andere Firmen wie Facebook gerne Daten sammeln und dies dann zeitgemäßen Umgang mit der Privatsphäre nennen, mehrten sich die kritischen Stimmen.

Nun also hielt es Google für geboten, zu reagieren. Es wird nun ein Tool (Plugin) zur Verfügung gestellt, mit dem die Dokumentation der eigenen Besucherdaten auf von Analytics ausgewerteten Seiten verhindert wird. Noch ist das Tool in der Beta-Phase und leider unterstützt es nicht alle gängigen Browser, z.B. fehlt Opera. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung, wenn es um die Eindämmung des ungezügelten Umgangs mit Daten geht.

Für Shop-Betreiber wird sich aber nun einiges ändern. Es ist zu erwarten, dass der Link zu diesem Tool die Runde machen wird, auch dieser Blog trägt ja dazu bei. Mit wenigen Klicks ist das Plugin dann installiert. So wird wohl bald in bestimmten Verbrauchergruppen ein beträchtlicher Teil diese Analyse-Möglichkeit unterbunden haben, so dass eine verlässliche Aussage zur Besucherstruktur immer ungenauer werden wird.

Da es bei einem solchen Tool nur darum geht, die Weitergabe der Daten an externe Firmen zu verhindern, hier speziell an Google, sollte sich jeder Shopbetreiber darum kümmern, die Daten auch ohne eine solche Weitergabe zu analysieren. Dabei ist durchaus möglich, Daten mit der gleichen Aussagekraft wie die Google-Daten zu generieren, jedoch erfordert die Einrichtung solcher Werkzeuge einen wesentlich höheren Arbeitsaufwand. Doch jeder der den Online-Verkauf ernsthaft betreibt, weiß um die Wichtigkeit der Analyse-Daten. Man sollte sich also beizeiten darum kümmern, sich selbst die Analyse-Werkzeuge zu erstellen.

Link zum Tool: http://tools.google.com/dlpage/gaoptout



Google zahlt bei Adsense 51 bzw. 68 Prozent aus
Emil, Montag, 24. Mai 2010, 18:55
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Bisher hatte Google nicht veröffentlicht, wie hoch der Anteil ist, den Google den Betreibern von Webseiten mit Adsense-Werbung auszahlt. Adsense ist eine Werbeform, bei der es Seitenbetreiber ermöglichen, dass auf ihrer Webseite von Google ausgewählte Werbeanzeigen eingeblendet werden. Dabei orientiert sich die Auswahl der Anzeigen am angezeigten Inhalt der Seite, so dass stets zum Thema der Seite passende Werbung eingeblendet wird. Bei einer zweiten Form der Adsense-Werbung blenden die Seitenbetreiber einer benutzerdefinierte Google-Suche auf ihrer Seite ein, und es werden Werbeanzeigen eingeblendet, die zu den Suchergebnissen passen.

Bei der Berechnung der Vergütung nimmt Google als Grundlage den vom Werbetreibenden für die Werbung gezahlten Betrag, und zahlt einen Anteil davon an den Betreiber der Seite aus, auf welcher die Anzeige angeklickt wurde. Bisher hatte Google nicht bekannt gegeben, wie hoch der Anteil ist, der den Seitenbetreibern beim Klick auf eine Werbeanzeige ausgezahlt wird. Verschiedene Schätzungen gingen meist davon aus, dass dieser Anteil etwa 75 Prozent betragen soll. Bezahlt also ein Werbetreibender für einen Klick auf seine Anzeige 80 Cent, so würden bei dieser Annahme 75%, also 60 Cent, an den Betreiber der Seite ausgezahlt, der die Adsense-Werbung auf seiner Webseite einblendet.

Seit dem heutigen Tag gibt Google nun die Prozentzahlen bekannt, welche an die Webseitenbetreiber ausgezahlt werden. Bei Adsense-Werbung für Content-Seiten werden demnach 68%, bei Suchergebnisseiten 51% ausgezahlt. Die Zahlen sind weltweit gleich hoch, lediglich bei einigen großen Anbietern gibt es andere Vereinbarungen.

Auch wenn Adsense auf Shopseiten natürlich ein Unding ist, weil man die Besucher schließlich auf seiner Seite halten und nicht über Werbeanzeigen wegleiten möchte, sind diese Zahlen auch für diese Shop-Betreiber interessant. Viele betreiben unterstützend einen Blog und je nach Branche auch ein Forum. Häufig werden auch Satellitenseiten eingesetzt, um den eigenen Shop bekannter zu machen. Und auf diesen Seiten findet man dann doch häufig auch Werbung, z.B. mittels Adsense. Die Anzeigen der unliebsamen Konkurrenz lassen sich ja in den dortigen Einstellungen verhindern.

Quelle: http://adsense-de.blogspot.com/2010/05/die-adsense-umsatzbeteiligung.html



Google-Doodle Pacman nervt
Emil, Freitag, 21. Mai 2010, 19:42
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Zu besonderen Tagen blendet die Suchmaschine Google statt des Logos eine Grafik ein, die an ein besonderes Ereignis erinnern soll, welches sich an diesem Tage jährt. Diese Grafiken haben den Namen Doodle erhalten und erfreuen sich im Allgemeinen recht großer Beliebtheit. Auch heute gibt es nach Ansicht von Google eines besonderen Ereignisses zu erinnern. Vor 30 Jahren erblickte das Computerspiel Pacman das Licht der Welt. Auch ich fand damals Gefallen an dem Spiel und spielte es nicht selten.

Doch dieser Doodle ist anders, denn es handelt sich nicht um eine Grafik, sondern um eine spielbare Anwendung. Nach kurzer Ladezeit ertönt der aus damaliger Zeit bekannte Sound und einige weitere Sekunden später lässt sich dieses Spiel tatsächlich mittels der Pfeiltasten spielen. Wie ich auf einer englischsprachigen Seite fand, soll dieser Doodle uns 48 Stunden erhalten bleiben.

Mir gefällt dies überhaupt nicht, im Gegenteil, ich bin genervt. Der Sound stört, das JavaScript frisst Ressourcen, und im ungünstigen Fall hakt es dadurch bei der Eingabe der Suchbegriffe. Für mich ist dieser Doodle der klassische Fall eines Eigentors.

Man stelle sich einmal folgende Situation vor, die im Geschäftsleben nicht selten ist. Man telefoniert mit einem Kunden und während des Gesprächs sucht man für ihn etwas bei Google. Und dann mitten im Gespräch kommt dann dieser Sound durchs Telefon. Als Kunde, der vielleicht den Google-Doodle noch nicht wahrgenommen hat, käme ich mir veralbert vor, denn es klingt als würde ich mir während des Gesprächs mit einem Spiel die Zeit vertreiben. Oder, wie ich es häufig mache, man sitzt im Café, um einige Texte auf dem Laptop zu schreiben. Zwischendurch recherchiert man noch ein wenig, und dann ertönt laut und kräftig dieser Sound. Es ist kein schönes Gefühl dann die Blicke von den andren Tischen zu spüren.

Vielleicht hätte Google mal die eigenen Suchergebnisse bemühen sollen. Dann hätten sie gesehen, dass es nicht zum guten Stil gehört auf einer Webseite ungefragt Musik abzuspielen. Genau dies tut Google jedoch, und es gibt noch nicht einmal einen Schalter, um den Sound abzuschalten. Von mir erhält Google daher die verdiente Höchststrafe, denn ich werde in der Zeit der Pacman-Huldigung mit Bing suchen, denn da gibt es auch gute Suchergebnisse.



Google und die mitgelesenen E-Mails
Emil, Montag, 17. Mai 2010, 22:11
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Wie wir vor einigen Tagen hörten, hat Google wohl jahrelang und weltweit mit den Streetview-Autos nicht nur Bilder geknipst sondern auch die Daten zu und aus öffentlichen WLAN-Netzen gespeichert. Das sind Netze wie sie z.B. in Kneipen oder Bibliotheken zur Verfügung gestellt, damit man auch von dort ins Internet gehen kann. In einer solchen Kneipe schreibe ich viele meiner Texte und versende von dort aus naturgemäß dann auch E-Mails. Wenn denn während der Vorbeifahrt des Streetview-Autos eine Webseite angesehen oder ein E-Mail versendet wurde, dann wurde dies auch seitens Google gespeichert.

Angeblich sind es 600 Gigabyte, also 600.000.000.000 Byte (also etwa 300.000.000 (=300-Millionen) DIN-A-4-Seiten an Text), die da gespeichert wurden, ohne dass Google dies nach eigener Aussage bemerkte. Der sprichwörtliche Schelm würde jetzt ja vielleicht jetzt Böses denken, also dass da vielleicht doch irgendwas gewollt war oder so, aber das würde der Emil ja niemals laut sagen.

Egal wie, es wirft ein seltsames Licht auf den Google-Konzern. Hat man den Überblick verloren, welche Daten man überhaupt an welchen Stellen sammelt? Oder ist man sich dessen durchaus bewusst, und sammelt fröhlich, Datenschutz hin, Datenschutz her, vor sich hin, und zwar solange bis sich mal jemand aufregt und dies öffentlich macht?

Auch Street-View sehe ich jetzt durchaus anders als vor diesem Vorfall. Bisher konnte ich zwar die Bedenken durchaus verstehen, aber ich fühlte mich nicht direkt betroffen. Das Haus in dem ich wohne gehört mir nicht sondern meinem Vermieter. Und einmal zufällig draußen von einem Streetview-Auto fotografiert zu werden ist doch schon ein recht großer Zufall, und da die Autos ja recht einfach zu erkennen sind, kann man sich ja auch umdrehen. Tatsächlich habe ich erst einmal ein solches Auto hier in Berlin in natura gesehen. Doch solche Vorfälle führen dazu, sich über das Ganze einmal etwas tiefere Gedanken zu machen.

Wenn ein Tourist nach Berlin kommt, dort einige Fotos schießt, und diese dann nach dem Motto ‘meine schönsten Berlin-Fotos’ ins Netz stellt, käme ich wohl kaum auf die Idee, mich zu beschweren, wenn ich auf einem der Bilder zu sehen wäre. Bei lediglich oberflächlicher Betrachtung ist Google-Streetview nichts anderes: In Phase 1 werden Bilder von allen Straßen gemacht, die dann (ähnlich wie Google-Map) in Phase 2 in Netz gestellt werden.

Doch Google-Map hat auch eine Phase X, und zwar dann, wenn mit der Karte Werbung verbunden ist, ob von Google selbst oder von Seitenbetreibern, die Google-Maps zur Bewerbung des eigenen Projektes einsetzen. Und diese Phase X wird es auch bei Google-Streetview geben. Da sieht man dann ein Bild einer Straße, und an einem bestimmten Haus ist dann ein Werbetext eingeblendet, etwa in der Art ‘Fischrestaurant Nautilus’ oder ‘Fahrschule ‘Meyer’. Spätestens dann wird ein solches Foto zum Werbebild und die darauf abgebildeten Menschen dienen dazu, das Foto lebendig wirken zu lassen. Ich bin nicht damit einverstanden, für solche Werbefotos kostenlos Modell zu stehen. Und daher wünsche ich auch, nicht auf den Streetview-Bildern zu sehen zu sein. Und da die Google-Bots sich ja auch diesen Text ansehen, hat Google ja nun auch Kenntnis davon.



100 Beiträge
Emil, Dienstag, 4. Mai 2010, 19:39
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Das Glossar auf der Webseite wächst und wächst. Inzwischen sind es schon über 100 Beiträge, die man hier finden kann. Von ‘Ad Click Rate’ bis ‘Word Stemming’ werden zu den verschiedensten Begriffen rund um die Vermarktung von Webseiten kurze Erläuterungen gegeben.

Wie die steigenden Besucherzahlen zeigen, wird das Glossar recht viel in Anspruch genommen. Viele lesen dabei nicht nur einen Beitrag sondern blättern interessiert darin. Selbiges kann man auch vom Manual sagen, das in ausführlichen Texten viele Themen beleuchtet.

Keineswegs ist mit der magischen Zahl 100 nun ein Endpunkt erreicht. Es wird noch viele weitere neue Einträge geben, und sicher schon bald kann daher das nächste Jubiläum gefeiert werden.

Auch Sie können sich beteiligen, indem Sie Vorschläge machen. Wenn Sie eine bestimmte Erläuterung im Glossar vermissen, schreiben Sie einfach ein E-Mail, die Adresse finden Sie im Impressum.