Amprice GmbH ist insolvent
Emil, Freitag, 30. April 2010, 08:32
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Die amprice GmbH in Hannover hat nach eigenen Angaben am 26. Februar 2010 Insolvenz angemeldet. Dies ist der vorläufige Höhe- oder besser Tiefpunkt einer Abwärtsbewegung, die nun schon einige Zeit andauert.

Vor etwa zwei Jahren begann man damit, das Projekt amprice 2.0 bekannt zu machen. Man sprach von einer fabelhaften neuen Software, völlig neuen Möglichkeiten beim Shopping im Internet und wähnte, schon bald die Nummer zwei auf dem Auktionsmarkt zu sein. Mit BesteAuktion und Azubo in Deutschland sowie moulaha im arabischen Markt kaufte man Mitgliedsdaten und scheinbar neue Nutzergruppen hinzu.

Dies war jedoch von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Und leider scheitern auf diesem Weg recht viele, die versuchen, einen Shop auf die Erfolgsbahn zu bringen. Es genügt in keiner Phase, sich einfach die passenden Bausteine zusammen zu sammeln und dann darauf zu warten, dass dann der Erfolg quasi von selbst eintritt. Erfolgsrezepte aus dem BWL-Handbuch sind kein guter Berater, wenn es darum geht eine Webseite zu vermarkten. Vorleser nennt man etwas verächtlich die Leute, die einem diese Richtung aufdrängen möchten. Oder anders ausgedrückt: man nehme eine schöne Webseite, sowie etwas Geld, dann schreibe man ein paar Blog-Beiträge, um andere von der eigenen Kompetenz zu überzeugen, ist ein Rezept, das nicht funktioniert. Wenn es so einfach wäre, gäbe es jeden Tag Tausende neuer und automatisch erfolgreicher Internethändler.

Was hier fehlt war also nicht, wie im amprice-Blog genannt das Geld, sondern der eiserne Wille den wahren Weg zum Erfolg zu finden. Dieser Weg führt nun mal nicht über ausgetretene BWL-Pfade, sondern diesen Weg muss man mit Beharrlichkeit und dem zumindest zeitweisen Zurückstellen eigener Interessen selbst finden.

Es bleibt abzuwarten, ob und wie es mit es mit der Plattform weitergeht. Klar scheint jedenfalls, dass es ohne grundlegende Änderungen bei Leitung, Konzept sowie Durchführung wohl keine große Zukunft geben wird.



Bei Google findet man nichts mehr
Emil, Sonntag, 18. April 2010, 07:59
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Nein, hier ist die normale Suche nicht gemeint. Hier geht es um die vielen kleinen Features und Helferlein, die seitens Google auf den Markt geworfen werden. Dies sind mittlerweile so viele, dass man leicht die Orientierung verlieren kann.

Google-Mitarbeiter dürfen 20 Prozent ihrer Arbeitszeit mit eigenen Projekten verbringen. Auf diese Art entstehen natürlich eine Unmenge an unterschiedlichsten Projekten, die Google dann nach Fertigstellung veröffentlichen kann. Die so entstandenen Tools sind aus allen Bereichen, doch meist sollen sie Webseitenerstellern bei ihrer Arbeit helfen. Mal sind es beispielsweise Werkzeuge, die eine Webseite nach bestimmten Kriterien prüft, ein anders mal gibt es ein neues Element, das in die eigene Webseite eingebaut werden kann. Da die meisten dieser Tools kostenlos sind, erfreuen sie sich auch einer recht weiten Verbreitung. Hinzu kommen die vielen Dinge, die Google von sich aus anbietet, wie E-Mail, Webmastertools, Analytics, Adwords und vieles mehr.

Was dabei jedoch fehlt, ist eine zentrale Google-Seite, von welcher man all diese Tools ansteuern kann. Zwar loggt man sich mittels seiner E-Mail-Adresse ein, doch landet man nicht auf einer zentralen Seite, von der man dann z.B. zuerst seine E-Mails lesen kann, um dann vielleicht etwas bei den Webmastertools zu prüfen, dann in einer Api etwas nachzuschlagen, um zum Schluss noch nachzuschauen, wie erfolgreich denn die eigene Adsense-Kampagne ist. Hat man eine Angelegenheit erledigt, muss man erst mühsam herausfinden, wo man denn die weiteren Informationen oder Dienste findet. Meist nutze ich dazu die Google-Suche und speichere den Link dann in meinen Lesezeichen. Einfacher wäre es jedoch, wenn es bei Google selbst im Login-Bereich eine zentrale Seite gäbe, bei der man in einem Menü die entsprechenden Positionen auswählen kann.

In letzter Zeit hat Google verstärkt versucht, eigene neue Angebote auf dem Markt bekannt zu machen, damit diese von einem größeren Kreis der Webseitenbauer und Internetsurfer genutzt werden. Insbesondere bei Wave und Buzz wurde die Kampagne zu früh gestartet, so dass viele Nutzer mit diesen Produkten in Berührung kamen, als sie noch unausgereift waren. Dies hatte dann letztlich zur Folge, dass beide keine größere Verbreitung fanden. Hier wäre es sicherlich besser gewesen, zu warten, bis alles, also auch das Drumherum fertig ist. Und an genau diesem Drumherum muss Google in meinen Augen auch bei den vielen kleinen und größeren anderen Tools und Helferlein nachbessern, will man verhindern, dass die Nutzer endgültig den Überblick verlieren.